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Erlweinturm

DGI Gesellschaft für Immobilienwirtschaft mbH Dresden

Zeitraum2020
BGF6.000 m²


Planungsbeteiligte  
 

StatikKUS Dresden

Nutzungskonzept für den Erlweinturm am Messegelände Dresden

Der Erlweinturm und die Maschinenhalle im Dresdner Messegelände sollen für eine Messenutzung saniert, umgebaut und erweitert werden.
Gleichzeitig sollen die Flächen im Turm eine Nutzung als Begegnungsstätte ermöglichen und dieser zur Verfügung gestellt werden.

Die Maschinenhalle und der Turm sind die markanten Gebäude des Areals. Diese historischen und denkmalgeschützten Gebäudeteile sollen auf der Ost- und Westseite von den Neubauten gefasst und durch die neu entstehenden Flächen erweitert werden.
Die geplanten Neubauten sind auf den Fußabdrücken der ehemaligen Gebäudeteile seitlich der Maschinenhalle und des Turmes geplant.

Die neuen Gebäudeteile sollen sich in der Formensprache deutlich zurücknehmen und im Inneren rein funktionale, rechteckige Räume bieten. Die äußere Erscheinung, im Sinne der Materialität, ist dagegen modern und gleichzeitig rustikal – Sichtbeton und perforiertes Metall.

Die Baukörper haben massive Außenwände, dies bietet Flexibilität in der Anordnung von Öffnungen zur Belichtung der Räume. Vorgehangen ist eine Fassade aus perforiertem Metall, welche sich auch über das Flachdach und die aufgestellte Technik hinweg erstreckt. Somit entstehen zwei Baukörper deren äußere Erscheinung völlig homogen ist und zu der Formensprache der Maschinenhalle und des Turmes nicht in Konkurrenz tritt.

Der östliche Neubau – Foyer- und Konferenzgebäude – stellt den Zugang zur Maschinenhalle für die vom Messering kommenden Besucher dar. Im Erdgeschoss sind die notwendigen Bereiche für den Messebetrieb vorgesehen – Kasse, Garderobe, Sitzgelegenheiten. Hinter dem Bereich der Garderobe sind die Sanitärbereiche für die Besucher und auch Räumlichkeiten für das Personal geplant.

Über zwei Treppenhäuser gelangen die Besucher ins Obergeschoss, wo Konferenz- und Beratungsräume vorgesehen sind. Alle Aufenthaltsräume im Obergeschoss orientieren sich, für eine natürliche Belichtung, entlang der Fassade. Der Flur hat transluzente Öffnungen zu der nichtüberdachten Technikfläche hin, womit auch dieser innenliegende Raum ein Tageslichteinfall erhält. Durch diese geschossweise Trennung von Messe und Konferenz ist bei Bedarf eine getrennte, parallele Nutzung möglich.

Die notwendige Aufstellfläche für Gebäudetechnik befindet sich im Obergeschoss, in dem an die Maschinenhalle angrenzenden Bereich. Die Technik ist so aus dem Bereich eines möglichen Hochwassers genommen und gleichzeitig günstig für die Andienung der Maschinenhalle gelegen.

Vom Foyer gelangt man direkt in die Maschinenhalle, welche rund 800 m² Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche bietet. In direkter Anbindung an die neue Ausstellungsfläche befinden sich im nördlichen Teil des Turmes Lager- und Abstellflächen.

Der Neubau auf der Westseite ist in erster Linie eine Erweiterung der Ausstellungsfläche für die Messe. Man kann direkt von der Maschinenhalle aus die kleine Ausstellungshalle erreichen, welche auf der Fläche der ehemaligen Eisherstellung entstehen soll. Diese Halle bietet rund 250 m² Fläche für verschiedenste Veranstaltungen und kann bei Bedarf durch ein eigenes Foyer und separate Sanitärbereiche unabhängig, aber auch parallel zur Maschinenhalle genutzt werden. Der Foyer Bereich der kleinen Halle kann bei Bedarf und je nach Nutzung über einen mobilen Verbindungsgang an die Halle 1 der Messe angeschlossen werden.

Der Turm und die Turmerweiterung als Begegnungsstätte kann und soll separat von Süden her erschlossen werden. So ist eine klare Trennung zwischen den Messe- und Ausstellungsbesuchern und den Mitarbeitern und Gästen der für den Turm geplanten Begegnungsstätte gesichert werden.

Die oberen Geschosse sind in ihrer Grundrissaufteilung einander ähnlich geplant. Dies ermöglicht eine funktionale Installationsführung für die Haustechnik über die Geschosse hinweg und somit auch auf jedem Geschoss eine bestmögliche Raumausnutzung zu erzielen.

Der ehemalige Lokschuppen mit circa 60 m² Fläche soll zukünftig ein Museum beherbergen, in welchem sich Gäste und Besucher über die Geschichte und den Werdegang des so besonderen Standortes informieren können. Das ehemalige Werkstattgebäude soll auf drei Geschossen zukünftig Raum für den Caterer der Messe schaffen, und bietet mit verschiedensten Räumen Flächen für die Anlieferung, Lagerung, Vorbereitung, Menüzubereitung und das Personal. Das Gebäude ist durch seine Lage optimal an die Umgebungsgebäude angebunden.