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Sachsenbad Pieschen, Dresden

Stesad GmbH

Zeitraum2009
BGF6.770 m²
BRI35.035 m³
Kosten17,0 Mio. €


Planungsbeteiligte    

StatikKUS Dresden
HLSIB Scholze
Betreiber-Aquapark
konzeptManagement
GmbH

 

 

Studie zur erneuten Nutzungsaufnahme als gesundheitsorientiertes Schwimmbad

Das Sachsenbad im Dresdner Stadtteil Pieschen wurde Ende der Zwanziger Jahre im Stil der neuen Sachlichkeit errichtet und galt zu dieser Zeit als eines der modernsten Bäder Deutschlands. Es überstand die Zerstörungen des 2. Weltkriegs und wurde bis 1994 mit kleinen Unterbrechungen als Schwimmbad genutzt. Aufgrund fehlender Mittel zur dringend notwendigen Sanierung und weiteren Betreibung musste es geschlossen werden.

Wegen des noch immer vorhandenen Bedarfs eines Schwimmbades in diesem Teil Dresdens sowie der baugeschichtlichen Bedeutung des Gebäudes wurde eine Studie in Auftrag gegeben, um eine Sanierung und weitere Nutzung als Schwimmbad zu untersuchen.

Grundgedanke der eingereichten Studie ist es, den ursprünglichen Charakter des Gebäudes möglichst zu erhalten bei gleichzeitiger Anpassung an heutige Erfordernisse, auch unter dem Aspekt einer wirtschaftlichen Betreibung des Bades.

Etabliert werden soll in der Kubatur des bestehenden Gebäudes ohne Zubauten neben einem für Schul- und Vereinsschwimmen geeignetem Schwimmbecken familienfreundliche Zusatzangebote wie ein Nichtschwimmer-Variobecken, ein Planschbecken, ein außenliegendes Solebecken sowie Wärme- und Massagebereiche. Diese Schwimmbadbereiche liegen im 1. Obergeschoss. Im 2. Obergeschoss entsteht eine qualitätsvolle Saunalandschaft, der ergänzend noch eine im 3. Obergeschoss befindliche Außensauna zugeordnet wird.

Im wiederhergestellten und bis ins Erdgeschoss (Foyerbereich) erweiterten Lichthof ermöglicht ein Aufzug die barrierefreie Erschließung des gesamten Gebäudes.

Weitere Flächen im Erdgeschoss werden auf der Westseite für Vereins- und Gemeinbedarfsnutzungen zur Verfügung gestellt. Im Untergeschoss und ebenfalls auf der Westseite entstehen Umkleide- und Sanitärräume für den angrenzenden Sportplatz. Auf der östlichen dem Spiellatz zugewandten Seite bietet sich die Möglichkeit, eine Physiotherapie mit umfangreichen hydrotherapeutischen Angeboten einzurichten.

So kann mit dem Nutzungsmix eine in Dresden vorhandene Lücke im Bereich des gesundheitsorientierten Badens geschlossen und gleichzeitig stadtteilbezogene Nutzungen geschaffen werden.